Mit einem Shuttlebus fuhren wir die letzten
Kilometer von unserem Campingplatz zur albanisch-mazedonischen Grenze.
Dort wurden wir gleich das erste Mal angesprochen, ob wir nicht für
5 Euro mit nach Ohrid mitgenommen werden wollen. Wir wussten, dass
man die Grenze problemlos zu Fuß überqueren kann und auch das
Wetter war genau richtig für einen kleinen Fußmarsch. So
entschlossen wir uns erstmal bis in den ersten Ort nach der Grenze in
Mazedonien zu laufen. Der Fahrer
sprach uns noch zwei weitere Male an, da wir immer wieder die an
beiden Grenzposten wartenden Autos zu Fuß überholten. Doch wir
blieben bei der Wanderroute. Irgendwann erreichten wir Ljubanishta,
das erste Dorf in Mazedonien und machten eine kleine Rast. Wieder
hielt ein Auto und diesmal stiegen wir dann doch ein. Neben uns saß
noch ein anderer Reisender. Er hieß Orfello und kam aus Luzern in
der Schweiz. Er war auf Besuch bei einer Freundin in Tirana und
reiste jetzt noch etwas durch Albanien mit einem Abstecher nach
Ohrid. Auch unser Fahrer sprach Deutsch. Wie viele andere Albaner
hatte er eine Zeit lang in Deutschland gearbeitet und so konnten wir
alle etwas miteinander plaudern und austauschen. In Ohrid angekommen
verabschiedeten wir uns von Orfello und suchten unser Zimmer, welches wir für die nächsten Tage gebucht hatten. Mittlerweile haben wir uns
schon daran gewöhnt uns am Anreisetag bei der Suche nach der
Unterkunft zu verlaufen. Wir würden es schon beinahe vermissen,
würde es ausbleiben. So kamen wir nach etwas Hin und Her endlich in
unserem Hotel an. Immerhin lernten wir so schon den ein oder anderen
Einheimischen und die Vokabeln für Guten Tag und Danke kennen. Unser
Zimmer war klein und einfach, der Wasserkocher war das Highlight und
sollte dafür sorgen, dass es die nächsten Tage ausschließlich Tee
zu trinken gab. Da wir uns schon ziemlich weit in der Nachsaison
befanden, hatten wir als einzige Gäste im ganzen Haus das Gemeinschaftsbad nur für uns alleine.
Diesmal war wirklich eine Badewanne vorhanden und so nahmen wir
dieser Tage einige Bäder zu zweit – seit knapp 2 Monaten wieder.
Das Wetter wurde dieser Tage leider nicht wirklich gut. Wir konnten
zwar jeden Tag rausgehen und etwas vom Ort sehen, aber es lag stets
eine Nasskälte in der Luft. An der Strandpromenade von Ohrid kann
man gut Spazieren und leckere Sachen kaufen. Uns haben es vor allem
zwei Sachen angetan: Esskastanien, die Jenny für sich gewonnen hat.
Die gebackenen und gesalzenen Maiskörner haben es mir wiederum
angetan. Davon kauften wir in Mazedonien Unmengen und verzehrten sie
meist während wir das Treiben um uns herum von einer Parkbank aus
beobachteten. Am ersten vollen Tag saßen wir grade auf eben einer
solchen Bank und Orfello schlenderte auf uns zu. Er nahm neben Platz und
wir redeten über dies und jenes. Orfello war 42 Jahre jung und mit
jung meine ich jung. Wir hätten ihn auf maximal Mitte 30 geschätzt,
wenn überhaupt. Er ist Künstler und komponiert Musik für
Theaterstücke. Er meinte zu uns, dass es zwar ein Leben ist, in dem
man nur von Monat zu Monat denken kann, aber dafür kann er sich
jederzeit auch eine Auszeit nehmen, wenn er etwas Geld zum Reisen
hat. War auf jeden Fall interessant genauso wie die Geschichte von
seiner Freundin, die er in Tirana besucht hatte: Sie reiste vor
einiger Zeit in Albanien umher und traf über einen längeren
Zeitraum ein und den selben Mann 5(!) Mal an unterschiedlichen Orten
und auf unterschiedlichen Reisen. Einmal reiste sie per Anhalter und
selbst da begegnete sie ihm wieder, als er am Straßenrand hielt. Das
alles wiederum sah sie als ein Zeichen des Schicksals und entschloss
sich nach Albanien zu gehen und dort zu leben. Seitdem wohnt sie in
Tirana und ihr gefällt es dort sehr gut. Krasse Geschichte auf jeden
Fall!
Wir schlenderten
dann noch eine Weile durch Ohrids Zentrum und über den Markt, wo wir
uns mit frischen Zutaten fürs Abendessen einkleideten. Danach
trennten sich unsere Wege. Orfello ging noch etwas runter an den See,
während Jenny und ich uns das Kirchenviertel anschauten.
Die
nächsten beiden Tage konnten wir dann nur für kurze Spaziergänge
nutzen, es regnete fast den ganzen Tag. Da es uns Ohrid gefiel und
wir mit dem Wetter nicht so viel Glück hatten, verlängerten wir
unseren Aufenthalt dort um zwei weitere Nächte, allerdings in einer
anderen Unterkunft. So toll die Badewanne auch war, in den Nächten
wurde es in unserem Zimmer schon recht frisch. Wir machten ein echtes
Schnäppchen im Internet und fanden ein Apartment für knapp 12 Euro
die Nacht. Es war nur 10 Minuten Fußweg von unserer ersten Bleibe
entfernt und diesmal hatten wir keine Schwierigkeiten mit dem Weg, da
wir am Vortag bereits dorthin spazierten. Die Zimmer waren gut
ausgestattet, allein das Bad war schon fast doppelt so groß, wie
unser Zimmer davor. Auch eine Küche gab es noch, so konnten wir
unsere letzten Gasvorräte auch noch sparen. Das Wetter wurde auch
allmählich besser, es hatte sich also gelohnt länger in Ohrid zu
bleiben. Da Ohrid nicht nur den gleichnamigen See sondern auch Berge
zu bieten hat, nutzten wir das schöne Wetter und wanderten am
letzten Tag die Hänge empor. Wir wurden mit einer guten Aussicht und
viel frischer Luft belohnt und am Ende hatten wir dann doch das
Gefühl genug vom Ort gesehen zu haben. Auch wenn das Wetter tagsüber
nun wieder mitspielte, nachts war es nun doch schon zu kalt zum
Zelten. So entschlossen wir uns dazu direkt in die Hauptstadt nach
Skopje zu fahren. Die Buszeiten waren ziemlich blöd, entweder früh
oder spät am Nachmittag. Wir entschlossen uns nach dem Frühstück
es mit Trampen zu probieren, mit Option auf den 16.30 Uhr.Bus.
Eine Stunde lang passierte rein gar nichts. Irgendwann sagte uns ein
Einheimischer, dass es besser sei die 2 Kilometer Richtung Autobahn
zu laufen und sich dort direkt an die Auffahrt zu stellen. Gesagt,
getan. Aber auch da hatten wir kein Glück. Ich ging noch ein Stück
weiter hinter, um zu schauen wie nah wir uns an die Auffahrt hätten
stellen können, da traf ich noch einen Einheimischen. Der alte Mann
konnte etwas Englisch und sagte mir, dass in Mazedonien Trampen nicht
sehr populär sei. Wenn denn überhaupt jemand hält, würde er
wahrscheinlich noch Geld verlangen, da die Leute hier sehr arm sind.
Das war nicht sehr ermutigend, mittlerweile dürften etwa zwei
Stunden vergangen sein. Eine weitere halbe Stunde später hielt dann
doch jemand – ein LKW. Wir packten unser Gepäck in die mit
Kartoffelsäcken bis zum Rand gefüllte Fahrerkabine und teilten uns
für die nächsten knapp vier Stunden den Beifahrersitz. Unser Fahrer
hieß Ivica, rauchte etwa 4 Zigaretten pro Stunde und konnte kein
Wort Englisch. Er versuchte uns zwar die ganze Zeit etwas zu
erklären, als wir meinten dass wir nach Skopje wollten, aber es half
nichts, wir verstanden nicht einander. So rief er einen Kumpel an,
der dann dolmetschte: Wir würden erstmal nur nach Tetovo fahren und
dort dann umsteigen. Uns war bei dem Gedanken wieder erstmal unwohl,
aber uns blieb nun nichts anderes übrig. Nach etwa einer halben
Packung Zigaretten erreichten wir Tetovo und wie sich dort
herausstellte wollte Ivica lediglich seine Ladung Steine abladen. Wir
warteten eine halbe Stunde und tranken Kaffee, der uns vor Ort
angeboten wurde und lernten noch drei andere Kerle kennen. Einer
konnte sogar etwas Deutsch und so verging die Zeit ziemlich schnell.
Dann fuhren wir mit Ivica weiter nach Skopje, ohne die Steine kam der
Laster auch viel schneller voran. Dann und wann kamen wir an
Mautgebührstellen vorbei, es scherte niemanden wirklich sehr, dass
Jenny und ich immer noch zu zweit auf der Beifahrerseite vorlieb
nahmen. Als wir Skpje nach etwa einer weiteren Stunde erreichten
brachten wir zuerst den LKW auf Ivicas Arbeitsstelle. Dann luden wir
alle Kartoffelsäcke in Ivicas Privatwagen um und fuhren diese noch
aus zu einigen Leuten. So langsam wurde es dunkel und wir fragten uns
ob und wie wir unser Hostel noch finden würden. Denn Ivica wollte
uns noch nicht entlassen, so kam es dass wir ihm in seine Stammkneipe
folgten. Dort lud er uns zum Essen ein und stellte uns einigen seiner
Freunde vor. Ich denke die meisten waren so um 40 rum, Ivica selbst
ist vielleicht Ende 30. Wir waren auf jeden Fall das Highlight an
diesem Abend und zwei der Stammgäste konnten Englisch, so wurden wir
etwas interviewt. Ivica war sichtlich stolz auf seinen „Fang“.
Ich weiß nicht ob ich es schon mal geschrieben habe, aber Deutsche
sind, egal wo auf dem Balkan, ziemlich beliebt. Nach etwa drei
Stunden reinschnuppern in einen typischen mazedonischen Freitagabend
fuhr uns Ivica schließlich noch zu unserem Hostel. Wir bedankten uns
herzlichst, ließen uns unser Zimmer zeigen und fielen ins Bett. Nach
so einem Tag, voller neuer Eindrücke kommt uns die letzte Station,
in diesem Falle Ohrid, immer so weit weg vor, als wäre es irgendwann
vor ein paar Wochen gewesen. Meist fragt dann der eine den anderen:
Kannst du dir vorstellen, dass wir heut morgen noch in xxx
aufgewacht sind?
Die
nächsten Tage verbrachten wir dann in Skopje. Die Stadt hat uns so
prima gefallen, dass wir gleich noch länger als geplant blieben. Am
ersten Tag schlenderten wir einfach nur durch die Stadt und entlang
dem Flussufer. Dort reiht sich ein architektonisches Meisterwerk an
das nächste. Selbst auf dem Fluss gibt es als Boote verkleidete
Restaurants und Casinos, aber richtig toll gemacht. Auf dem Macedonia
Square, dem zentralen Platz der Stadt, verbrachten wir viel Zeit auf
Parkbänken und beobachteten bei einer Tüte gegrillten Esskastanien
das Geschehen. Ein übertrieben großer Springbrunnen mit einer
Statur von Alexander dem Großen oben drauf gab zu späterer Stunde
ein tolles Licht- und Wasserspiel von sich. An einem anderen Tag
schauten wir uns Skopje von oben an. Wollten wir zumindest. Die
Wolken machten es allerdings unmöglich und so erwies sich die Fahrt
auf den Hausberg als einziger Fehltritt in dieser ansonsten sehr
schönen Stadt. Wir fuhren wieder runter in die Stadt mit genau
den selben roten Doppeldeckerbussen, die man sonst nur aus London
kennt. Wir trafen sogar ein Paar aus London, welches uns scherzhaft
sagte, sie dachten zuerst wieder in London gelandet zu sein, als sie
die Busse sahen. Auf der anderen Seite vom Fluss ist die eigentliche
Altstadt von Skopje zu finden. Es gibt dort einen riesigen Markt,
nicht zu Unrecht heißt das Viertel Old Bazar. Hätte uns jemand mit
verbundenen Augen dort abgesetzt, hätten wir schwören können
irgendwo in Istanbul zu sein. Es gab dort quasi nichts zu kaufen, was
es nicht gibt. Wir kleideten uns mit frischen Obst und Gemüse ein
und genossen den orientalischen Flair. Auch um den Markt herum gab es
viele kleine Gässchen und Moscheen. Die Gegend alleine war der
Besuch nach Skopje schon wert. Aber nicht genug. Auch die Gegend um Skopje
hat noch einiges zu bieten und wir pickten uns dabei den Besuch zur
so genannten Matka-Schlucht heraus. Mit der Stadtlinie fuhren wir die
gute halbe Stunde raus aus der Stadt und wanderten etwa drei Stunden
durch die atemberaubende Schlucht. Etwa vier bis fünf Kilometer ist
diese lang und optimal für einen Tagesausflug zu herbstlichen
Temperaturen. Dort trafen wir dann noch einen anderen Deutschen, mit
dem wir etwas Zeit verbrachten, einer von wenigen weiteren Touristen,
die den Weg dorthin fanden.
Wenn
uns jemand fragen würde: Städtetrip oder Natur? Dann würden wir uns
für den Aufenthalt im Freien entscheiden. Meist versuchen wir auch
in großen Städten höchstens nur zwei volle Tage zu verbringen, weil uns das
meist doch zu stressig wird. Skopje jedoch hat es uns wirklich
angetan und ich kann jedem, der gerne Städtereisen macht, nur
empfehlen sich die Stadt anzuschauen Auf jeden Fall reiht sie sich
in unserem persönlichen Ranking ganz dicht hinter unsere
Lieblingsstadt Riga ein.
Nach 5
Tagen hieß es dann aber doch Abschied nehmen und so schmiedeten wir
Pläne für die Weiterreise. Nach Bulgarien sollte es gehen, aber
wohin nur? Meine Eltern würden uns in Sofia besuchen, dafür hatten
wir bereits im Vorfeld 5 Nächte gebucht. Also noch mehr Sofia muss
dann nicht sein. An die Schwarzmeerküste? Da sitzen wir länger im
Bus als wir dann da sind. Also ließen wir den Zufall entscheiden.
Wir schauten auf die Karte und fragten die uns bereits vertraute
Hotelsuchmaschine nach dem günstigsten Preis in der Umgebung von
Sofia. Und Taadaa.. im von Sofia 60-Kilometer entfernten Samokov gab
es eine nette Bleibe für 11 Euro die Nacht. Kurz noch ein paar
Informationen überflogen und schon war die Entscheidung getroffen.
Mit dem Bus ging es zuerst einmal nach Sofia. Angekommen auf
EU-Terrain erkannten wir uns vertraute Leuchtreklamen hiesiger
Konzerne. Am Busbahnhof ließen wir uns dann erstmal richtig
abzocken. Die Lady von der Information hatte keine Lust mir meine
Fragen zu beantworten und auch anderes Personal auf dem Busbahnhof
war nicht grad motiviert und schaute lieber Filme auf ihren Tablets.
Nachdem ich es bei fünf oder sechs Leuten versucht habe, wurde uns
immer nur das Taxi empfohlen. Ich fragte einen Taxifahrer, der
schließlich meinte, dass die Busse nach Samokov von einem anderen
Busbahnhof abfahren würden. Uns blieb nicht viel übrig und so
stiegen wir ins Taxi, welches uns für 15 Euro zum anderen Busbahnhof
fuhr. Das Wort Abzocken benutze ich deshalb, weil wir von diesem
Busbahnhof zum anderen Busbahnhof nur die Metro hätten nehmen
müssen. Hätte uns 80 Cent die Nase gekostet und wäre so leicht
gewesen, dass wir die fehlende Erklärung auch auf Russisch
verstanden hätten. Aber das fanden wir erst ein paar Tage später
raus, als wir wieder nach Sofia zurückkehrten.
Mit
einem Minibus fuhren wir dann noch eine Stunde nach Samokov. Die
Fahrt war schön anzusehen, jedoch auch sehr kalt. Der Bus wäre nach deutschen Verhältnissen schon lange auf dem Autofriedhof gelandet,
es war so ziemlich alles undicht was hätte dicht sein sollen. So
misslang uns der Plan den nächsten kalten Winter erst 2017 zu
erleben und bei 2° Grad kamen wir in Samokov auf den Busbahnhof an. Der
Ort an sich hat eigentlich kaum bis gar nichts zu bieten bis auf
einen kleinen zentralen Platz. Das graue kalte Wetter untermalte
dieses St.Nimmerleinsörtchen zusätzlich. Allerdings sei gesagt,
dass etwa zehn Kilometer weiter südlich Richtung Borerov ein sehr
beliebtes Skigebiet zu finden ist. Ich denke im Winter zieht es
aufgrund der Lage doch einige Freunde des Wintersports hier her. Wie dem auch sei,
für uns war es genau das Richtige zu diesem Zeitpunkt. Nochmal etwas
abschalten bevor es nach Sofia und zu einem Wiedersehen mit meinen
Eltern kam. Da der Ort nicht grade groß ist fanden wir unser Zimmer
recht zügig. Es war wirklich schön gemacht dort. Die Wände aus
Holzpanälen, alte Holzschränke, drei Betten und ein großer Tisch
sorgten für eine ordentliche Portion Gemütlichkeit. Das raue Wetter
und die Tatsache in diesem Ort nicht all zu viel zu verpassen sorgten
dafür, dass wir unsere Bleibe an beiden Tagen erst nach 14 Uhr
verließen. Wir schauten uns etwas den Ort an und ließen die
bisherige Reise etwas Revue passieren. So schnell vergehen drei
Monate. Und dennoch: die ersten vier Wochen, die wir ja noch in
Brandenburg verbrachten, kamen uns trotzdem so unendlich weit weg
vor. Und auch alles was danach kam. Auf der einen Seite nimmt die Zeit
ihren Lauf, dass man es oft gar nicht merkt und auf der anderen Seite
haben wir viel gesehen und erlebt in dieser Zeit.
Am
Abend spielten wir dann noch Karten und kochten wie jeden Tag sonst
auch. Am dritten Tag standen wir dann wieder auf dem Busbahnhof in
Samokov und fuhren zurück nach Sofia. Zwischenzeitlich hatten wir
uns schlau gemacht wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu
unserem Hostel gelangen, um weitere 15 Euro für das Taxi zu sparen. Hat auch alles super geklappt, allerdings gab es dann doch
ein Problem als wir im Hostel standen: Es gab wohl einen
Buchungsfehler und unser Zimmer war bei denen erst am nächsten Tag
vermerkt. Also mussten wir nochmal eine Straße weiterziehen und in
einem anderen Hotel ein Zimmer nehmen, welches uns bezahlt wurde.
Danach machten wir schon mal eine kleine Visite durch Sofia und dann
war auch schon Abend. Am nächsten Tag stand das Wiedersehen
mit meinen Eltern und mein Geburtstag auf dem Programm. Wir hatten
uns eine Zeit ausgemacht und wollten sie grade in ihren Hotel
abholen, da kamen uns die zwei altvertrauten Gesichter in der großen
Stadt schon entgegen. Nach einem kurzen Willkommensplausch gingen wir
zum Hotel, die Bescherung war angesagt. Vielen Dank auch an dieser
Stelle noch einmal an alle Gratulanten. Alle Geschenke und Karten
haben mich erreicht. Den Rest des Tages verbrachten wir in einem
Straßencafe und einem Restaurant und natürlich mit jeder Menge
Gespräche. Am zweiten Tag schauten wir uns dann weiter Sofia an. Die
Stadt ist schon okay für einen Besuch, aber es gibt jetzt auch nicht
sooo viel zusehen und da wir noch zwei weitere volle Tage zusammen
hatten, ging es einen weiteren Tag später nach Plovdiv. Etwa zwei
Stunden Busfahrt sind es von Sofia in die älteste Stadt Europas und
der Ausflug hat sich gelohnt. Es gibt dort mitten in der Stadt ein
altes Amphitheater und viele kleine Gassen zum Spazieren. Die Zeit
verging ruckzuck und schon standen wir wieder am Busbahnhof Richtung
Sofia. Den letzten Tag in der bulgarischen Hauptstadt machten Jenny
und ich tagsüber alleine unsicher, am Abend trafen wir uns alle noch
einmal zum Essen. So oft wie in Sofia waren wir die ganze Reise
nicht im Restaurant speisen. Danke für die Zeit in Sofia, meine
lieben Eltern!
Am
letzten Tag besuchten wir meine Eltern noch einmal im Hotel bevor es
auf den Flughafen ging. So nahmen wir noch einmal Abschied
voneinander und machten uns auf Richtung Metro, die uns zum Flughafen
fuhr..
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