In Szeged stiegen wir schließlich in
den Bus nach Subotica, einer kleinen Stadt im äußersten Norden
Serbiens. Wir hatten Glück, es kam lediglich ein Kleinbus für etwa
30 Grenzgänger und wir ergatterten 2 dieser begehrten Plätze.
Mindestens genauso viele Menschen blieben auf dem Busbahnhof zurück
und mussten auf den nächsten Bus warten. Der Busfahrer nahm uns
gleich unter seine Fittiche, erkannte er uns beim Beladen des Gepäcks
doch als die einzigen Ausländer an Bord. Das war auch unser Glück,
denn erstens drängelten die Leute beim Einsteigen, als käme der
nächste Bus erst in 5 Jahren und zweitens mussten wir an der Grenze
unsere Pässe abgeben und alle aussteigen, wieder einsteigen und
nochmals die Pässe rausholen und abgeben. Das ganze Prozedere
dauerte etwas über eine halbe Stunde, danach ging es mit einem
Stempel mehr im Reisepass weiter gen Subotica. Die Stadt erreichten
wir dann ziemlich zügig und mein erster Eindruck war, als wären wir
auf Zeitreise. Der Putz bröselt von den Fassaden, so wie der Lack
überall von seiner Oberfläche blättert. Die Schilder waren nun zu
den lateinischen und auch mit kyrillischen Lettern versehen. Die
Anzahl der älteren Gefährte, die schwarzen Ruß ausbliesen nahm zu
und viele Gebäude waren mir Graffitis beschmiert. Am Busbahnhof
wechselte ich erstmal ein paar Euronoten und meine letzten ungarische
Forynths in serbische Dinar. Wir suchten die Touristeninformation auf
und uns wurde erklärt, mit welcher Stadtlinie wir zum etwas
außerhalb gelegenen Campingplatz kamen. Nach etwas Sucherei stellten
wir dann unser Zelt auf die kleine Wiese auf, für etwas unter 6 Euro
pro Nacht. Subotica erkundeten wir am nächsten Tag, dafür brauchten
wir nicht lange, sodass wir hier und da uns auf eine Parkbank
setzten, dem Treiben um uns herum zuschauten und uns unterhielten.
Ein wirklich kleines gemütliches Örtchen, ohne großartig viele
Touristen. Das einzige, was uns etwas zu schaffen machte, war die
serbische Sonne, die kein Erbarmen mit uns hatte und alle 3 Tage
volle Esse durchschien. Am zweiten Tag blieben wir im Camp, wo ich
anfing den Ungarn-Reisebreicht zu schreiben, während Jenny sich
sonnte und im Pool, der mit zum Campingplatz gehörte, etwas badete.
Am dritten Tag wollten wir dann weiter in die sebische Hauptstadt
Beograd. Wir hatten trotz der Hitze Lust zu trampen, da Hauptstädte
in der Regel leicht anzusteuern sind. Nach etwa einer halben Stunden
hielt auch jemand und Zoran sammelte uns mit seinem Obsttransporter
auf. Die Fahrt ging etwas länger als erwartet. Zunächst machten wir
auf dem weg in seine Heimatstadt Novi Sad einen kurzen Halt an einer
Autobahnraststätte, wo er uns einen Kaffee ausgab und über sein
Obst-Business sprach. In Novi Sad brachte er dann den Transporter
weg, wir warteten kurz, und er sammelte uns mit seinem Ford wieder
ein. Nun ging es nach Zrenjanin, wo er arbeitete und uns dort raus
ließ. Den Rest der Strecke fuhren wir mit dem Bus nach Beograd, wir
wollten noch vor Sonnenuntergang dort sein, da auch dort der
Campingplatz außerhalb lag. Dort angekommen, begann ein regelrecht
chaotisches Hin und Her nach dem Suchen der korrekten Stadtlinie.
Nachdem ich jemand fand, der englisch sprach und uns Linie 83
empfahl, wurden wir in eben dieser zur Hauptattraktion im vorderen
Abteil: Mit unseren dicken Rucksäcken auf unseren Rücken,
quetschten wir uns ind den vollbesetzen Bus. Jenny fragte den Fahrer
schließlich, ob der Bus nach Zemun, dem Stadtteil mit unserem
Campingplatz, fuhr. Dieser verstand kein Englisch und auch mit ein
paar Fetzen Russisch kamen wir nicht wirklich voran. Während er den
Bus durch Beograds Rush-Hour lenkte und holte er sich eine junge
Passantin zur Seite, die zwischen Jenny und mir stand und kurzerhand
zur Dolmetscherin auserkoren wurde. Sie erklärte uns dann, in welche
Linie wir umsteigen müssten. Der Busfahrer war mit Leib und Seele
dabei, uns alles zu erklären und war dabei nicht gerade leise, da
zückte auch schon ein Mann in der ersten Sitzreihe Stift und Zettel,
um uns die Nummern auch noch aufzuschreiben. Die junge Dolmetscherin
bestätigte die Angaben und auch der Busfahrer wollte den Zettel noch
sehen und gab grünes Licht. Wir wussten gar nicht wem wir zuerst
zuhören sollten. Nachdem wir dann ein paar bei Minuten später in
die richtige Linie umstiegen, erreichten wir eine Weile später
endlich die richtige Endhaltestelle. Nun hieß es noch einen
Kilometer laufen und mit dem Einbruch der Dunkelheit bauten wir unser
Zelt auf. Wir hatten nach diesem Ritt richtig Hunger, allerdings nur
noch Wasser und etwas Trockenobst und Nüsse. So haderten wir, ob wir
die nächste feste Mahlzeit am nächsten Tag einnehmen würden oder
noch mal zum nächsten Supermarkt losziehen würden. Jenny blieb im
Zelt, während ich mich nochmal aufmachte. Der Besitzer des
Campingplatzes sagte mir, es seien 2 Kilometer bis zur nächsten
Shoppingmall, er irrte sich um 2 weitere Kilometer, wie ich später
feststellte. Das war das Tribut für eine warme Mahlzeit und kurz
darauf fielen wir in unsere Betten. Am nächsten Tag stand die
Stadtbesichtigung an. Wir zogen wie immer nach dem Frühstück los
und schlenderten durch, das teils hügelige, Beograd. Am einen Ende
der Haupteinkaufsmeile fanden wir einen riesigen Stadtpark, der neben
einem Zoo auch zahlreiche Spielplätze, Sportanlagen und Restaurants
sowie einen Aussichtspunkt und eine Art Burg zu bieten hatte. Auf
jeden Fall ein schöner ruhiger Fleck für Familien und für alle,
die gern mal abschalten wollen in einer solch großen Stadt. Danach
flanierten wir noch etwas durch die anderen Boulevardstraßen und
fuhren wieder ins Camp. Verglichen mit Städten wie Budapest, Prag
oder Krakau hat diese Ostmetropole nicht all zu viel zu bieten. Das
kam uns allerdings auch entgegen, war es doch schon die vierte Stadt
auf der noch jungen Reise. Städte können wirklich manchmal
anstrengend sein. Man will am Ende ja doch alles gesehen haben und
latscht durch jede Straße. Ist ja auch oft sehr schön, aber halt
auch anstrengend. Am Abend setzten wir uns die Bar des Campingplatzes
und machten uns Gedanken über die Weiterreise. Unseren Campingwart,
der Deja hieß, wie sich später heraus stellen sollte, fragten wir
nach einem Tip auf den Weg Richtung Bosnien.Herzegowina. Schnell
einigten wir uns auf Perucac, einem Ort im Tara-Nationalpark. Danach
verschwand Deja für eine Weile und wir studierten Wetter und
Campingmöglichkeiten des anvisierten Ortes. Als er wiederkam hatte
er sein Smartphone in der einen, einen Zettel mit Stift in der
anderen Hand. Herum telefoniert habe er. Er rief beim Busbahnhof an
und fragte wegen Abfahrtszeiten und Preisen. Wir hatten in der
Zwischenzeit überlegt einen Stop in Valjevo auf halber Strecke nach
Perucac zu machen und erzählten ihm davon. Sofort war er wieder
verschwunden und telefonierte. Es war fast schon peinlich für uns,
wie sehr er sich für uns bemühte, aber er hat uns tatsächlich sehr
geholfen. Danach entwickelte sich die Situation in ein interessantes
Gespräch über Serbien, Deutschland, Fußball und der englischen
Sprache. Zum Ende hin gab er uns noch eine Serbischstunde, die vor
allem die Aussprache der verschiedenen Zischlaute zum Inhalt trug.
Dann war es auch schon 21 Uhr, als er seine Bar schloss und
Feierabend machte. Mit Dejas Informationen gewappnet, ging es am
nächsten Morgen zum Busbahnhof. All seine Angaben stimmten und so
saßen wir kurz vor Mittag im Bus nach Perucac. Wir entschieden uns
letztendlich doch für die direkte Route ohne Stop in Valjevo,
durchquerten dieses aber wenigesten. Gerade die Strecke von Valjevo
nach Perucac war sehr schön anzusehen. Es wurde immer bergiger und
so schlengelten wir uns die insgesamt 180 Kilometer in etwas über 4
Stunden empor. Kurz vor Perucac stiegen wir noch in Bajina Basta um,
dem Verwaltungssitz des Tara-Nationalpark. Ein Paar mittleren Alters,
welches im Bus von Beograd nach Bajina Basta hinter uns saß, sprach
uns an. Sie wollten auch nach Perucac, aber wir konnten uns nur mit
Hand und Fuß verständigen. Immerhin sorgten sie dafür, dass wir an
der richtigen Haltestelle in Perucac aussteigen konnten, direkt an
unserem „Campingplatz“. In Wirklichkeit war es nur eine ganz
kleine Wiese, aber die Lage war wirklich fantastisch! Direkt neben
der Wiese mündet der mit 365 Metern Länge kleinste Fluss Europas,
der Vrelo, in Form eines Wasserfalls in die Drina, die die Grenze
Serbiens zu Bosnien.Herzegowina bildet. Nur Goran, unser einziger
Nachbar, machte sich auch auf zu diesem schönen Flecken Erde. Er
sagte uns, dass er schon über eine Woche da sei. Er hatte ein Kanu
und ein Mountainbike mit an Bord, genau das Richtige für diesen Ort.
Noch am selben Abend machten wir uns auf Erkundungstour durch diesen
kleinen Ort, der aber auch 2 kleine Läden zur Beschaffung der
notwendigsten Lebensmittel zu bieten hatte. Wir dachten uns, die 365
Meter packen wir heut auch noch und folgten dem Vrelo zu seiner
Quelle und fanden einen weiteren wunderschönen Wasserfall vor. Genau
nach solchen Orten sehnen wir uns auf Reisen und halten Ausschau:
Kein Ort in den Top 5 der besten Sehenswürdigkeiten Serbiens, somit
sehr wenige andere Touristen und ganz viel Natur. Oft wird man von
den Ortsansässigen verdutzt angeguckt und gefragt, warum man gerade
ihren Ort sich anschauen will. Andere wiederum sind richtig stolz,
dass ein paar Fremde, und dann sogar noch aus einem anderen Land,
ihren Flecken Heimat besuchen. Das können die wahren Juwelen auf
Reisen sein und Perucac ist ein hochkarätiges Prachtexemplar
gewesen. Am ersten vollen Tag hielten wir uns zunächst im Ort auf,
Jenny ging es nicht so gut und wir hatten uns schon geeinigt hier
nicht nur einen oder zwei Tage zu bleiben. Alles immer schön ruhig.
Zuerst liefen wir durch den Ort an einem alten Friedhof vorbei auf
dem Steinblöcke lagen. Das sollen Gräber aus dem 14. und 15.
Jahrhundert sein, stand auf einer Infotafel. Weiter hinaus aus dem
Ort richtung Berge kam uns ein Auto entgegen und hielt. Der nette
Mann vom gestrigen Tag, der mit seiner Frau ebenfalls im Bus von
Beograd hinter uns saß hielt an und wir tauschten ein paar nette
Mimiken und Gestiken aus. Er wollte wohl wissen, ob wir den
Campingplatz fanden und auf unseren Daumen nach oben gab es einen
Daumen nach oben von ihm zurück. Anscheinend wohnt er hier und er
war mit seiner Frau als Tourist in der serbischen Hauptstadt gewesen,
dämmerte es uns. Wir spazierten noch etwas durch die Gegend und
gegen Nachmittag kochten wir. Danach gingen wir noch einmal die knapp
über 300 Meter zum Ursprung des Vrelo zurück, um ein paar Fotos zu
machen. Wir waren gerade fertig geworden und es kam ein anderes
Pärchen gleichen Alters zu uns gestoßen. Wir fragten sie, ob sie
uns zusammen fotografieren können und boten ihnen im Gegenzug
dasselbe an. Aus dieser Frage entwickelte sich ein sehr interessantes
Gespräch, welches den Rest des Nachmittags andauern sollte. Wir
lernten Johanna und Petr kennen, wohnhaft in der Hauptstadt unseres
Nachbarlandes Polen. Auch sie beide reisten grade über den Balkan.
Man tauschte sich aus, wo man herkam und wo man hin will. Dann
unterhielten wir uns über Reisen allgemein und über Polen und
Deutschland, über Essen und Ernährung, einfach über alles und Gott
und die Welt. Die beiden sind auch schon gut rumgekommen und haben
sogar eine zeitlang in den USA studiert. Aber es hat ihnen dort wohl
nicht sehr gefallen, aufgrund der ungesunden Ernährung dort drüben
und weil dort so gut wie jeder eine Waffe tragen kann und auch trägt.
Am Ende tauschten wir noch E-mail Adressen aus, für den Fall mal
wieder in Warschau zu sein. Ein sehr symphatisches Paar, welches uns
in vielen Ansichten ähnlich ist, stellten Jenny und ich beim
Abendessen fest.
Am zweiten Tag zog es uns in die große
Stadt Bajina Basta. Nun gut, groß ist sie nur relativ gesehen zu den
noch verschlafeneren Orten.in ihrer Umgebung. Es gibt einen schönen
kleinen Park und viele kleine Einkaufsstraßen, die mit Cafe´s
gesäumt sind. Außerdem befindet sich dort auch das
Informationszentrum des Tara-Nationalparks. Unser erstes Ziel an
diesem Tag. Die nette Dame dort erzählte uns dann, was wir alles
machen konnten und welcher Bus wann und von wo abfuhr. Wir kauften
noch eine Wanderkarte mit über 30 verschiedenen Wegen und studierten
diese eine halbe Stunde später im Park. Wir entschieden uns gleich
für eine Runde um einen der Seen, der größte musste es natürlich
sein. Jenny fragte mich, ob wir das schaffen würden an einem Tag.
Ich sagte ihr, dass das klar gehe. !5 – höchstens 20 Kilometer.
Zum Glück sprach uns Aleksander, ein zuvorkommender Einheimischer,
an. Als wir ihm von unserer Route erzählten, meinte er wir müssten
übernachten. Ich sagte ihm mehrmals: Nicht doch übernachten, da
verstand er und klärte uns auf, dass die besagte Route 40 Kilometer
lang sei – mindestens. Upps, da hatte ich mich wohl etwas
verschätzt. Aleksander empfahl uns dann eine andere Route mit einer
tollen Aussicht auf das Tal. Diese ging nur 12 Kilometer und war in
jedem Fall machbar. Danach flanierten wir noch etwas durch den Ort
und fuhren am Nachmittag zurück ins Camp. Im gleichen Bus saß unser
neuer Nachbar, wie es sich später herausstellte. Muhammad war sehr
groß und hager und kam aus Palästina. Allerdings wohnte er, bedingt
durch sein Medizinstudium, im rumänischen Constanza am schwarzen
Meer. Als wir noch am selben Tag alle zusammen Abendbrot aßen,
erzählte er uns, dass dies seine erste Campingreise ist. Vorher habe
er sich nur ein paar Städte in Europa angeschaut. Für seine
Campingtour hatte er ein beachtliches Tempo drauf. Von Tel Aviv ging
es nach Constanza, danach nach Istanbul. Von dort ging es dann nach
Beograd und schließlich nach Perucac – alles in unter einer Woche.
Okay viel Zeit hatte er nicht, da kann man schon mal einen Zahn
zulegen, aber das ist schon rekordverdächtig. Wie sich
herausstellte, wollte auch Muhammad am nächsten Tag eine Wanderung
zu dem Aussichtspunkt unternehmen und so kam es, dass wir am nächsten
Morgen kurz nach 6 Uhr zusammen auf den Bus warteten. Wir fuhren noch
etwa 20 Minuten weiter hoch in die Berge. Die Aussicht war jetzt
schon atemberaubend. Bis zur etwa der Hälfte Fahrt war alles noch
neblig und grau. Dann durchbrachen wir die Wolkenschicht und blickten
auf das Wolkenmeer, welches von der aufgehenden Sonne friedlich von
den Bergen umsäumt wurde. Oben angekommen befanden wir uns in
Mitrovac, einem kleinen Ort, von dem ein Großteil der Wanderrouten
ausgeht. Es war noch sehr früh und wir trafen auf unser
zweistündigen Wanderung zum Aussichtspunkt nicht einen einzigen
anderen Touristen oder Wanderer. Stattdessen unterhielten wir uns
über so ziemlich alles, was das Leben zu bieten hat. Gerade über
die Kleinigkeiten im Alltag eines Deutschen beziehungsweise eines
Palästinensers. Zwischendurch tauschten wir immer mal wieder
Vokabeln in Deutsch und Arabisch aus. Das war sehr lustig, sind die
Sprachen doch so sehr verschieden. Interessant war zum Beispiel auch
Folgendes: Da Muhammad ein Smartphone besaß, fragte ich ihn ob sein
facebook-Profil in arabisch oder englisch sei. Er meinte, dass beides
möglich sei, die lateinischen Buchstaben jedoch manche Laute aus dem
arabischen nicht abdecken. Dafür würden manche Laute in der
lateinschen Schreibsprache einfach durch Zahlen ersetzt. Durch viele
solcher kleinen kulturellen Unterschiede, die wir alle als sehr
amüsant und doch interessant empfanden, verging die Zeit wie im
Flug. Wir genossen am Aussichtspunkt die Sicht auf das Tal, die
letzten Wolken waren grad dabei sich zu verziehen, und machten uns
wieder auf den Weg nach Mitrovac. Während wir auf dem Hinweg am
Morgen noch etwas fröstelten, gab die Sonne nun wieder volle Power.
Es war schon beinahe unangenehm, mussten wir doch noch über 2
Stunden auf den Bus zurück nach Perucac warten. Irgendwann waren wir
wieder im Lager und kochten erstmal. Muhammad nahm kein Tempo aus
seiner Reise und brach schon am nächsten Morgen weiter auf in die
bosnische Hauptstadt nach Sarajevo, seiner letzten Station.
Eigentlich war das auch der Plan von uns gewesen so weiter zu
verfahren, nur erst am übernächsten Tag. Doch der Wetterbericht für
die nächste Woche ließ uns nachdneklich werden. Eine Woche Regen.
Na toll. Wir hatten uns bereits vor unserem Reiseantritt gegenseitig
zugesichert, dass wir flexibel bleiben würden und nichts in Stein
gemeißelt ist. In Szeged oder Subotica spielten wir schon zum ersten
Mal mit dem Gedanken, Bosnien.Herzegowina eventuell auf dieser Reise
nicht zu besuchen.Wir hatten bereits nach Ungarn das Gefühl, das
anderthalb Wochen für ein Land viel zu wenig sind und nun kam auch
noch schlechtes Wetter dazu. Der Wetterbericht für Montenegro war
zwar auch nicht berauschen, aber immerhin lagen die Temperaturen im
25°C – Bereich. Wir recherchierten noch etwas herum, wie welche
Route ungefähr aussehen könnte und entschieden uns dann direkt nach
Montenegro zufahren. Mehr Zeit für das Land und besseres Wetter und
Bosnien.Herzegowina rennt ja nicht weg. An unserem letzten Tag in
Perucac machten wir nur eine kleine Wanderung. Und zwar die, die uns
zum 2 Kilometer entfernten Stausee brachte. Dort gab es zwar keinen
Strand, aber eine große Schwimminsel, auf der sich die Leute sonnten
und angelten. Das Wasser war klar und unsere Vorfreude auf Montenegro
stieg an, sollten wir doch dort das erste Mal auf unserer Reise am
Meer sein. Am nächsten Morgen bezahlte ich noch die 38 Euro für
unsere 5 Nächte auf dem Campingplatz und wir machten uns auf den Weg
nach Montenegro..
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